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Westrum
 

Westrum ist ein kleines Wurtendorf im Wangerland und liegt ca. 3,5 km nordnordöstlich von Jever, in der Marsch des Jeverlandes. Die Wurt misst im Durchmesser ca. 170 Meter und hat einige Gehöfte, Häuser und eine kleine romanische Saalkirche. Die evangelische St. Elisabeth Kirche stammt zum Teil aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Zum Ort gehören die Siedlungen oder Höfe Auskündigerei, Berg, Bohneterei, Brakerei, Domäne (Westrum/Rickelhausen), Förriesdorf, Friedrichseck, Herzhausen, Kattens, Neuenkrug, Reiseburg, Rickelhausen, Sorgenfrei, Schreiersort, Strakens und Stummhausen.

Fotos vom Ort:
Westrum-Ortsschild  Westrum
Ortseingang, kommend von der L812, rechts: im Ort
Westrum  Westrum-alte-Pastorei
links: Straße im Ort, rechts: alte Pastorei
Westrum-Eingang-alte-Pastorei  Westrum-Blick-Richtung-Jever
links: Eingang zur alten Pastorei, rechts: Blick zu Jever

Die Kirche ist ein stark veränderter und modern verblendeter Backsteinbau; eine letzte große Renovierung fand 1912 statt. Die Kirche wurde als einschiffiger Backsteinbau mit einem in drei Joche eingewölbten Ostapsissaales, erbaut. Bei der Renovierung von 1986 bis 1988 wurde vom Institut für Denkmalpflege unter der Leitung von J. Eckert eine baubegleitende archäologische Untersuchung in den ausgehobenen Heizungsschächten ausgeführt; Berichterstatter war G. Stan, dessen Unterlagen die Grundlagen einer Auswertung bilden. In der Kirche finden sich dazu Informationen. So wurden Gräber unterhalb der Heizungsschächte gefunden, die in die Zeit vor den hoch- und spätmittelalterlichen Perioden zu datieren sind. Die Untersuchungen lassen die Interpretation zu, dass vor dem Kirchbau im späten 13. Jahrhundert noch ältere Vorgänge auf dem Gelände der Kirchwurt stattfanden. So gab es Fundamentreste, die auf einen älteren Steinbau hinweisen. Es gibt die Annahme auf einen Bestattungsplatz auf der Kirchwurt mit Holzkirche im 11. Jahrhundert, die Errichtung einer Steinkirche aus Backsteinen und Granitquadern, aus der auch ein Namur-Taufstein stammen wird , in der Zeit um 1200 und schließlich im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts der Bau des dreijochigen, gewölbten Apsissaales, dessen Reste noch erhalten sind.

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Westrum-Kirchentafel
Tafel vor der Kirche, auf dem Friedhof in Westrum

Im flachgedeckten Innenraum der Kirche fällt sofort das geschnitzte Gestühl auf, das zum Teil noch aus dem Jahre 1655 stammt.  Das niedrige Glockenhaus wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet. Im Innenraum verdient das geschnitzte Gestühl (teils von 1655) besondere Beachtung. Das seltene Altarretabel im Jugendstil trägt die Figuren Christi und der vier Evangelisten, geschnitzt durch den Bildhauer Larßen um 1910. Das älteste Inventar ist der achteckige, aus Eiche geschnitzte Taufständer von 1648, der auf der Fußplatte eines romanischen Taufbeckens steht.
Quelle: Informationstafel in der Kirche

Fotos vom Friedhof und der Kirche:
Westrum-Westaufgang-zur-Kirche  Eingangstor-Westseite-der-Kirche
südlicher Aufgang zum Friedhof mit Kirche
links-das-Glockenhaus-der-Kirche  Kirche-mit-Friedhof
links: westlich, als Anbau, das Glockenhaus, rechts: südlich Weg um die Kirche
Nordseite-der-Kirche  Eingangstor-Ostseite-der-Kirche
links: nördlicher Weg um die Kirche, rechts: der östliche Eingang zum Friedhof und zur Kirche
Blick-vom-Innern-der-Kirche-nach-außen
Blick von innen nach außen durch die Ausgangspforte
Kirche-innen-Gestühl-mit-der Orgel  Kirche-innen-Gestühl-mit-dem Altar
Kirchen-Innenraum, das geschnitzte Holzgestühl, linkes Foto mit der Orgel, rechtes Foto mit dem Altar
externe Links:
(siehe Hinweis)


Geschichtsatlas


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