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Wattenmeer als Weltnaturerbe


Quelle: Jeversches Wochenblatt, Rubrik: Aktuell, Ausgabe vom 18.03.2009

Wattenmeer als Weltnaturerbe

Minister Sander wirbt in Brüssel für die Anerkennung durch die UNESCO

Wangerland/Wangerooge/ jw – „Unser Wattenmeer ist ein schützenswertes und einzigartiges Naturerbe, das eine weltweite Anerkennung verdient“, unterstrich der Niedersächsische Minister für Umwelt und Klimaschutz, Hans-Heinrich Sander, gestern in Brüssel die Bemühungen Deutschlands und der Niederlande, diese besondere Naturlandschaft in die Welterbeliste der UNESCO aufnehmen zu lassen. Auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz nahmen politische Entscheidungsträger aus den europäischen Institutionen in Brüssel (EU-Kommission und Europäisches Parlament), Vertreter der Verbände und internationalen Organisationen, der Wirtschaft sowie der Vertretungen der deutschen Küstenländer in Brüssel an der Informationsveranstaltung „Das Wattenmeer – auf dem Weg zum Weltnaturerbe“ teil. Im Auftrag der UNESCO hatte der Gutachter Pedro Manuel Rosabal von der Internationalen Vereinigung für Naturschutz (IUCN) im vergangenen Jahr das deutsch-niederländische Wattenmeer bereist. Eine Entscheidung des Welterbekomitees der UNESCO über die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe wird während der Jahrestagung vom 22. bis 30. Juni im spanischen Sevilla erwartet. Ziel der Informationsveranstaltung in Brüssel war es, das Projekt auf einer breiten politischen Plattform zu präsentieren und die Schutzmaßnahmen des Landes Niedersachsen zum Erhalt des Wattenmeeres als Voraussetzung für die Nominierung zum Weltnaturerbe darzustellen. „Dieser einzigartige Lebens- und Naturraum muss auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben und auch weltweit die Anerkennung bekommen, die er verdient hat“, sagte Minister Sander. Gemeinsam mit den Wattenmeerpartnern wolle Niedersachsen dieses weltweit einmalige Gebiet in seiner Ursprünglichkeit und natürlichen Funktion erhalten. „Wir bewahren damit eines der größten Küstenfeuchtgebiete der Welt und einen Lebensraum, der für den Erhalt der globalen Artenvielfalt von großer Bedeutung ist“, betonte Sander. Das Wattenmeer ist die Speisekammer und Laichstätte für Fische, Schalen- und Weichtiere und zugleich Rast- und Überwinterungsplatz von Millionen Zugvögeln. Mit dem Antrag bei der UNESCO haben die Wattenmeeranrainer deutlich gemacht, dass sie sich ihrer Verantwortung für das Wattenmeer bewusst sind, so Sander.




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