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Wangerooge               
                          


Die Insel Wangerooge ist ein deutsches Nordseeheilbad und liegt im Niedersächsischen Wattenmeer und somit im gleichnamigen Nationalpark. Sie ist die östlichste der sieben bewohnten ostfriesischen Inseln und wurde urkundlich erstmals im Jahr 1217 erwähnt. Wangerooge gehört aus historischen Gegebenheiten politisch zum Landkreis Friesland, wird aber geografisch zu den ostfriesischen Inseln gerechnet. Wangerooge erstreckt sich in Ost-West-Richtung, oberhalb der wängerländischen Küste in einer Entfernung von ca. 7 km auf einer Länge von über 8,4 km und einer Breite von maximal ca. 2,2 km. Die schmalste Stelle in Höhe des Ortes hat eine Breite von ca. 1,2 km. Wangerooge hat eine Fläche von derzeit knapp 8 qkm. Östlich von Wangerooge ist die blaue Balje. Es handelt sich dabei um einen Priel, einen natürlichen, oftmals mäandrierenden Wasserlauf im Watt und in der Marsch. In ca. 2 km südöstlicher Entfernung liegt die nicht bewohnte Vogelschutzinsel Minsener Oog. Diese Insel gehört gemeinderechtlich zu Wangerooge. Westlich und getrennt durch ein Seegat (Strömungsrinne) liegt in etwa 2 km Entfernung die Insel Spiekeroog. Wangerooge ist eine Einheitsgemeinde im Kreis Friesland und hatte Ende 2008 eine Einwohnerzahl von 933.

Im Jahr 1804 wurde Wangerooge Seebad und es setzte ein Bädertourismus mit einem Kurbetrieb ein. Zum Niedersächsischen Staatsbad wurde Wangerooge 1962 erklärt, trägt aber diese Bezeichnung seit 1986 nicht mehr, sondern verwendet die Bezeichnung Nordseebad. Seit 1972 ist die Insel Nordseeheilbad.

Die Insel ist autofrei und lebt hauptsächlich vom Tourismus. Interessant sind die Sandstrände, insbesondere der nördlich gelegene ca. 100 m breite und ca. 3 km lange Strand. Die höchste Erhebung befindet sich auf einer Düne in ca. 17 m über N.N. mit einer Aussichtsplattform. Weitere Sanddünen sind nicht höher als 12 m.

Auf der Insel gibt es viele Freizeitangebote, zu erwähnen sind insbesondere die langen Sandstrände mit Strandkörben, Wattwanderungen, Sportangebote zu Tennis, Squash, Beach-Volleyball, Segeln, Skaten, Laufen, Wandern, Minigolf und Surfen, Schiffsfahrten zu Seehundsbänken, Kureinrichtungen und ein Kino.

In den Jahren 1832 und 1854 befand sich auf der jetzigen westlichen Inselseite eine Saline, ein Betrieb, der importiertes Steinsalz mit Meerwasser veredelte. Dort waren bis zu 50 Arbeiter beschäftigt. Es steht von den ehemaligen Gebäuden nur noch das heutige Pensionshaus. Der Flurname Saline errinnert an diese Anlage.

In der Hochsaison im Sommer kommen bis zu 10.000 Gäste zum Übernachten und weitere 2.000 Tagesausflügler auf die Insel. Die Insel hat ein Reizklima, welches sich besonders positiv bei Atemwegserkrankungen, Herz- und Kreislaufleiden, Hautleiden und allergischen Beschwerden auswirkt.

Aus dem altgermanischen „Wanga“ für Wiese oder Ebene und dem friesischen „og“ für Insel leitet sich der Inselname Wangerooge ab. Der Name bedeutet zum Wangerland gehörend. Hier stammt das Wort Wanga vom alten friesischen Gau Wanga - erwähnt schon zu Zeiten Karls des Großen. Es gab in alten Zeiten auch die Schreibweisen Wangero oder Wangeroch. Zwischenzeitlich hieß die Insel Wangeroog. Das wurde jedoch 1885 durch eine Verfügung der Oldenburgischen Landesregierung, sehr zum Ärger der Einwohner in Wangerooge, geändert. Diese Schreibweise mit dem zugefügten e am Ende sollte die Insel von den anderen ostfriesischen Inseln unterscheiden. Damit wollte die Landesregierung deutlich machen, dass - seit den Zeiten von Fräulein Maria aus Jever - Wangerooge nicht zum politischen Ostfriesland gehört.

An zentraler Stelle auf der Insel liegt als Besonderheit auf einem runden Dünenhügel an der Strandpromenade das Cafe Pudding. Unter anderem ist der alte Leuchtturm erwähnenswert. Dieser befindet sich in der Ortsmitte und wurde 1856 fertig gestellt. Um diesen Leuchtturm entstanden dann auch die ersten Wohnhäuser auf Warften und dazu ein grüner Dorfplatz. Damals befand sich der Turm auf der östlichen Inselseite. Er ist nicht mehr in Betrieb, wurde vom neuen Leuchtturm abgelöst und dient heute als Aussichtsturm und Inselmuseum. In der Turmspitze befindet sich ein Standesamt und ist an diesem außergewöhnlichen Ort eine sehr beliebte Trauungsstätte geworden.

Die Pflanzen- und Tierwelt ist bedingt durch die vormalige  Vegetationsarmut und dem vorherrschenden Sand etwas Besonderes. Mehr zur biologischen Vielfalt auf der Insel können Sie unter „Die Flora und Fauna der Ostfriesischen Inseln“ nachlesen.

Die Insel besteht zu 2,5 qkm aus Strand, zu 1,7 qkm aus Dünen, aus dem 2,1 qkm großen Außengroden, einer Salzwiese und dem 2,1 qkm großen Innengroden mit seinem Marschboden. Der Innengroden unterteilt sich in den Dorfgroden mit dem Ortskern, dem Westgroden mit Weide und dem Ostgroden mit Weide und Flugplatz.

Wangerooge liegt auf einem Geestkern, der sich etwa 15 Meter unterhalb der Insel befindet. Der Geestkern besteht wiederum aus angespültem Sand und Schlick. Wangerooge ist eine Aufschüttung des Meeres, ebenso wie die anderen ost- und westfriesischen Inseln, entstanden durch die Erosion von Wind und Wasser und dort insbesondere durch Ebbe und Flut und die Strömung. Als Folge veränderte sich die Insel stetig, es gab insbesondere eine Süd- und Ostdrift und die Siedlungen mussten somit öfters weiter nach Osten verlegt werden; Sturmfluten taten ein Übriges. Durch diese Gegebenheiten wurde die jeweilige Inselbevölkerung oft stark gebeutelt und zum Teil stark dezimiert. Die Siedlungen mussten teilweise neu errichtet werden. Heute ist Wangerooge durch aufwendige Inselschutzmaßnahmen, wie massive Deckwerke und zahlreiche Buhnen, in einer stabilen Lage und Form. Außerdem müssen als zusätzliche Inselschutzmaßnahme immer wieder Strandaufspülungen durchgeführt werden. Mit diesen Maßnahmen begann man bereits im 19. Jahrhundert und hat so, nach Auffassung einiger Experten, ein Abdriften der Insel in die Jadeströmung verhindert. Die Schutzmaßnahmen wurden noch intensiviert, weil zur gleichen Zeit die Insel für militärstrategische Maßnahmen in das Interesse des Preußenstaates rückte und von dort Geld aufgewendet wurde. Wilhelmshaven sollte zum Kriegshafen ausgebaut werden und die Fahrrinne für die Schiffe führte östlich an Wangerooge vorbei. Es ging dabei um die Sicherung der Fahrrinne und um die Abwehr von Feinden. Fortgesetzt hat sich das auch im ersten und zweiten Weltkrieg. Im zweiten Weltkrieg war Wangerooge ein Vorposten der Luftverteidigung.

Karte von der Insel Wangerooge

Nach Wangerooge gelangt man mit dem Schiff oder mit einem kleinen Flugzeug. Die Schiffe verkehren mehrmals täglich nach einem Fahrplan, der ausgerichtet ist nach der Ebbe und der Flut. Sie legen am Westanleger im Südwesten der Insel an und kommen vom Festlandhafen des Ortes Harlesiel in Carolinensiel. Zum eigentlichen Ort gelangt man dann mit der Inselbahn, eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von einem Meter. Auf der Insel ist ein kleiner Flugplatz, der östlich vom Ort liegt. Der Platz hat eine Asphalt- und eine Graspiste und wird stündlich vom ca. 5 Flugminuten entfernten Flugplatz in Harle angeflogen. Es gibt ebenfalls Flüge nach Helgoland, Hamburg-Uetersen und den benachbarten Inseln. Ein Nachtflugbetrieb ist auf den Start- und Landebahnen nicht zugelassen. Der Flugplatz verfügt auch über einen Hubschrauberlandeplatz.

Geschichte von Wangerooge

Trinwasserversorgung auf Wangerooge


Wangerooge in Zahlen

Kamera: Verschiedene Standorte

aktueller Fahrplan von und zur Insel Wangerooge

Ausflugsfahrten

externe Links:
(siehe Hinweis)

Inselrundgang
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