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| Trinkwassersorgung auf Wangerooge |
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| Die Insel Wangerooge wird vom Festland aus über spezielle Leitungen mit Trinkwasser versorgt. Falls diese Versorgung einmal ausfallen sollte, gibt es eine Notversorgung aus den drei ca. 10 m tiefen Brunnen durch das auf der Insel befindliche Wasserwerk. Das Werk wurde 1951 in Betrieb genommen und arbeitet als Speicherpumpwerk mit einem Speichervolumen von 2.000.000 Litern. Unterhalb der Insel befindet sich in einer Tiefe bis zu 50 m als Grundwasser eine Süßwasserlinse, entstanden durch die Versickerung von Niederschlagswasser. Durch dieses Wasserreservoir ist die eigene Trinkwasserversorgung in Notfällen inmitten der salzhaltigen Umgebung möglich. Fünf der ostfriesischen Inseln (Juist, Norderney, Borkum, Langeoog und Spiekeroog) versorgen sich auf diese Weise komplett selbstständig. Auf Baltrum und Wangerooge reicht der Vorrat nur zu einer Notversorgung. Das meiste Trinkwasser wird, bedingt durch den Wirtschaftsfaktor Tourismus, vom Gastgewerbe verbraucht. Es handelt sich wohl um eine Besonderheit, dass auf der vom Salzwasser umschlossenen Insel eine Trinkwasserversorgung in dem Umfang möglich ist, wenn auch nur im Notfall. Möglich wurde das durch eine Art Schwimmen des mit einem geringeren spezifischen Gewicht versickernden Niederschlagswasser auf dem Salzwasser. Es bilden sich dadurch Grundwasserkörper in den unter der Insel befindlichen immensen Sandschichten. Diese dann aufgewölbte Süßwasserlinse sieht uhrglasartig aus, wird durch Salzwasser begrenzt und hat eine relativ stabile 2 bis 3 m große Mischwasserzone. Hauptsächlich durch die Niederschlagsmenge, die Vegetationsbedeckung und den Austritt von unter der Erde befindlichem Süßwasser ins Meer werden die Form, die Lage und Ausdehnung der Linse beeinflusst. Bei Sturmfluten besteht durch das Eindringen von Salzwasser in den Dünen die Gefahr der Versalzung des Grundwassers. Hilfreich für eine Aufrechterhaltung dieser Trinkwasserversorgung sind die stetig durchgeführten Küstenschutzmaßnahmen. ![]() Grafik: Nationalparkverwaltung, Herr Jürn Bunje Die Süßwasserlinse zeigt sich auf der Insel in tiefer gelegenen Dünentälern und im Bereich des Dünenfußes. Hier tritt das Wasser oberirdisch zutage und zeigt sich in den feuchten Dünentälern als kleine Wasserfläche oder in Form von Schilfbeständen. Wenn zuviel Grundwasser entnommen wird, kann es zu einem Eingriff in den Wasserhaushalt der Düne kommen und den Lebensraum „Feuchtes Dünental“ gefährden. Dem wird entgegengewirkt durch einen schonenden Umgang der Entnahme von Wasser aus der Süßwasserlinse. So wird der dauerhafte Bestand der typischen und speziellen grundwasserabhängigen Lebensräume gewährleistet. Wangerooge Naturschutz |
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| externe
Links: (siehe Hinweis) Nationalpark Wattenmeer OOWV-Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband |
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