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St. Annenkapelle in Jever
 


Der älteste Kirchenbau in Jever steht auf dem Friedhof an der Wittmunder Str. und wurde im Jahr 1610 als Vorstadtkirche errichtet. Die Kirche ist der heiligen Anna, der Mutter von Maria gewidmet und dient heute als Friedhofskapelle. Zur Errichtung sollen Steine aus dem Abbruch der Klosterkirche in Oestringfelde (heute Ortsteil der Stadt Schortens) verwendet worden sein. Es gibt einige Hinweise, dass diese Kapelle eine Vorgängerkirche hatte, allerdings fehlen eindeutige Beweise. Der schlichte Bau strahlt durch sein weiß angemaltes Mauerwerk und schließt an der einen schmalen Seite mit einem polygonalem Chor ab. Die aus dem Jahr 1948 stammenden Buntglasfenster an den Längsseiten und an jeder Chorseite sind in einfacher Ausführung mit einem Bogen gestaltet; in ihnen sind verschiedene Christuszeichen eingearbeitet. Oberhalb vom Eingang und an der rechten Seite der Kapelle sind Tafeln angebracht, die auf die Entstehung im Jahre 1610 hinweisen.

Vorderansicht der St. Annenkapelle in Jever   Rückwärtige Ansicht der St. Annenkapelle in Jever
Die Vorderansicht der Kapelle und rechts ein rückwärtiger Anblick

Tafel an der rechten Kapellenseite mit Inschriften zur Entstehung   Tafel an der rechten Kapellenseite mit Inschriften zur Entstehung
Die Tafeln mit Inschriften zur Entstehung der Kapelle

Im Innenraum befindet sich ein einfacher Saal mit einer Holzbalkendecke und mit einer Apsis im polygonalem Chor. Links und rechts im Saal stehen einfache hölzerne Kirchenbänke. Bei der letzten Erneuerung im Jahr 1987 wurde auch der Anstrich der Holzbalken, der Decke, der Wände und der Kirchenbänke in freundlichen Farben eindrucksvoll aufeinander abgestimmt. So bietet sich dem Eintretenden ein freundlicher heller Anblick. 

Derzeit erhält der Altar rechtzeitig vor dem 400-jährigen Bestehen der Kapelle im Oktober 2010 eine Auffrischung.

Innenansicht der Kapelle   links die Orgel, Mitte der St. Georg Altar, rechts die Kanzel
Innenansicht der Kapelle, im Vordergrund links die Orgel, in der Mitte der St. Georg Altar und rechts die Kanzel

Beeindruckend ist der kleine mittelalterliche Flügel-Altar, der in qualitätsvollen Reliefs Geschichten aus dem Leben von St. Georg, dem Drachentöter erzählt. Es ist das älteste erhaltende Kunstwerk in Jever und hat vorher wohl im Kloster von Oestringfelde gestanden. Einer anderen Vermutung nach stammt der Altar aus einer Kapelle auf dem Schakelhaber Berg im Wiedel bei Jever.

der St. Georg - Flügel-Altar   die Kanzel
links der St. Georg - Flügelaltar und rechts die Kanzel

Auf dem Platz vor dem Eingang zur Kapelle befindet sich noch ein weiteres Gebäude, das als Leichenhaus genutzt wird.

der Vorplatz, links die Kapelle und rechts das Leichenhaus
Der Vorplatz mit der Kapelle und rechts davon das Leichenhaus


Quellen:
- Gottes Häuser in Friesland und Wilhelmshaven von Robert Noah, ISBN: 3-922365-95-7
- Das Genealogie-Forum-Kirchspiele der ostfriesischen Halbinsel
- Ev.-Luth. Kirchengemeinde Jever



externe Links:
(siehe Hinweis)



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