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Schortens
 

Der Name Schortens wird erstmals in Chroniken aus dem Jahr 1158 erwähnt und ist auf einen Familiennamen zurückzuführen. In diesen Chroniken wird auch die älteste Kirche des Jeverlandes, die 1153 errichtete St. Stephanuskirche erwähnt, gebaut hoch und trocken auf dem Geestrücken. Dadurch konnte der Ort die folgenden Stturmfluten unbeschadet überstehen.

Im Mittelalter war Schortens Sitz der damalgen weltberühmten Pferdezucht der Oestringer. Aus dieser Zeit stammt auch das Wappen der Stadt. Es ist ähnlich dem niedersächsischen Wappen ein springendses Pferd. So spielten Pferde in der weiteren Geschichte immer eine bedeutende Rolle. Es wird erzählt von einem Wunderpferd des Jürgen Schemering auf dem Gut des Klosters Oestringsfelde. Der Eigentümer ist mit dem Pferd Anfang des 18. Jahrhundert durch ganz Europa geritten.

Mit der Fertigstellung der Straßenverbindung zwischen Jever und Oldenburg im Jahr 1837 und der Eisenbahnverbindung zwischen Sande-Heidmühle-Jever im Jahr 1872 entstand eine stärkere Besiedelung. Maßgeblich profitierte Schortens von der expansiven Entwicklung Wilhelmshavens Ende des 19. Jahrhundets.

Ab 1946 setzte eine starke Bevölkerungsentwicklung in Schortens ein. Es kamen mehr als 4.000 Heimatvertriebe und viele der Beschäftigten der im Aufbau befindlichen Olympia Werke im Stadtteil Roffhausen, unweit vor den Toren von Wilhelmshaven, wurden in Schortens ansässig. Im Jahr 1948 wurden bereits 8.100 Bürger gezählt; bis 1955 erhöhte sich diese Zahl auf 9.200; die 10.000-Grenze wurde 1960 erreicht. Im Jahr 1972 schlossen sich die Gemeinden Schortens und Sillenstede im Zuge der Gebietsreform zusammen. Jetzt leben dort mehr als 21.400 Einwohner auf einem Gebiet von 69 qkm in 12 Stadtteilen. Schortens ist seit dem Jahr 2005 eine Stadt und eine selbständige Gemeinde und nach Varel die zweitgrößte Stadt im Landkreis Friesland. Zu Schortens gehören die zwölf Stadtteile Schortens, Heidmühle, Grafschaft, Accum, Sillenstede, Ostiem, Schoost, Middelsfähr, Roffhausen, Oestringfelde, Upjever und Addernhausen.

In Schortens ist das RUZ, ein Regionales Umweltzentrum, eine Bildungsstätte für Umweltfragen. Der Sitz ist im Klosterpark in Oestringfelde, eine einst ausgedehnte Heidelandschaft mit der Klosterruine und einer 800jährigen Eibe. Im Umweltzentrum wird unter anderem die Umwelterziehung für Schulen in Friesland und Wilhelmshaven geleistet.

Zwei besondere Naturschutzbereiche sind das Moorland und das Pöttkenmeer.

Schortens in Zahlen

Bürgerhaus in Schortens  Schortens Wappen -  das springende Pferd
links: der kulturelle Mittelpunkt, das 1987 errichte Bürgerhaus im Stadtteil Heidmühle
rechts: das Wappentier, ein springendes Pferd, als Bronzeskulptur, aufgestellt vor dem Bürgerhaus



Beiern, Glockenläuten in Schortens

Dietrich Schütte, Lehrer, Organist und Schriftsteller in Javenloch/Wangerland

Grafschaft

Radtouren

Wolfsgalgen

Kamera: Bürgerhaus

Radtouren


externe Links:
(siehe Hinweis)


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