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| Maria
Clementine Martin
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| Bekannt ist Maria Clemente Martin als Erfinderin des Klosterfrau Melissengeistes und Gründerin des Hauses Klosterfrau. Sie wurde als Tochter des kaiserlich-königlichen Offiziers Johann Heinrich de Martin und dessen Frau Christine de Martin am 5. Mai 1775 in Brüssel geboren und ist am 9. August 1843 in Köln gestorben. Dort lebte sie bis zu ihrem Tod als Heilbringerin und Unternehmerin. Beigesetzt wurde sie unter großer Anteilnahme auf dem Kölner Melaten-Friedhof. Maria Clemente Martin war acht Jahre alt, als ihr Vater von seinem Brüsseler Kürassierregiment ins ostfriesische Jever versetzt und dort zum Schlosshauptmann befördert wurde. Katholische Christen lebten und leben im protestantischen Friesland und Jever in der sogenannten Diaspora, einer Minderheitssituation. Die Familie Martin gehörte zur katholischen Gemeinde Sankt Marien in Jever. ![]() Gedenktafel an der Mauer der Katholischen St. Marien-Kirche in Jever
Mit 17 Jahren ging Maria Clementine als Postulantin ins das Kloster Sankt Anna im Westfälischen Coesfeld. Die Gemeinschaft wurde aufgelöst und so ging sie in das Annunciatenkloster Glane bei Gronau. Sie widmete sich fast 10 Jahre mit großem Engagement der Pflege von kranken und armen Menschen. Ihr Interesse galt der Pflanzenheilkunde und so begann sie intensive Studien und erwarb praktische Erfahrungen beim Verbessern von bestehenden Rezepturen und neuen Mitteln. Sie wurde bekannt und ihr Wissen und ihre Kenntnisse wurden auch von anderen Klöstern angefordert. Sie kam dadurch in ihre Geburtsstadt Brüssel zurück, in das Kloster der Karmeliterinnen. Dort gelangte sie durch Experimente mit unterschiedlichen Pflanzen und Kräutern an die Rezeptur für den Melissengeist. Als das Kloster während der napoleonischen Kriege aufgelöst wurde, ging sie in das weltliche Leben zurück. Auch dort widmete sie sich der Krankenpflege. Bedeutend war ihr Einsatz im Jahr 1815 auf dem Schlachtfeld von Waterloo. Hier leistete sie unermüdlich Erste Hilfe und pflegte verwundete Soldaten beider Seiten. Allerhöchste Anerkennung erhielt sie vom preußischen König für ihren tapferen Einsatz und dazu noch eine lebenslange Rente in Höhe von 160 Goldtalern. Das war für ihren Lebensstandard eine hohe Summe an Barvermögen. Im Jahr 1825 kam Maria Clementine Martin nach Köln. Neben Deutsch sprach die erfahrene und gebildete Klosterfrau auch fließend Niederländisch und Französisch. Ihr wurde die Pflege von dem 86-jährigen Domvikar Gumpertz übertragen. Daneben widmete sie sich, wie zuvor schon an verschiedenen Orten, auch der Krankenpflege und Armenbetreuung. Mit Hilfe ihrer jährlichen Rente von 160 Goldtalern gründete sie im Jahr 1826, nach dem Tod vom Domvikar, ein eigenes Unternehmen am Fuße des Kölner Domes zur Herstellung von Heilmitteln, insbesondere von „Klosterfrau Melissengeist“. Im Handelsregister wurde der Herstellungsbetrieb unter dem Namen: „Maria Clementine Martin Klosterfrau“ eintragen. Es gibt das Zitat von ihr „Der Himmel segnete meine Unternehmung“. Vom preußischen König Friedrich Wilhelm III erhielt sie aufgrund ihrer Bitte das Privileg, das preußische Wappen auf den Etiketten ihrer Waren führen zu dürfen. Damit hatte sie ein unverwechselbares Warenzeichen gesetzt. Erst später wurde es durch die jetzigen drei Nonnen unter gotischem Spitzbogen ersetzt. Das Warenzeichen ließ sie sich 1831 beim Rat der Gewerbeverständigen der Stadt Köln eintragen. So war sie gegen Nachahmungen gewappnet und richtete dann auch noch entfernte Depots in Bonn, Aachen und in Berlin ein. Der Melissengeist ist ein Heilmittel gegen allerlei Beschwerden. Es ist ein Destillat aus der Kombination von 13 Arzneipflanzen. Dabei liegt das Geheimnis in den Eigenschaften von der Melisse, einer Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Nach einer speziellen Zuchtmethode aus Spanien wird die Melisse angebaut und soll so achtmal Mal mehr ätherische Öle enthalten als herkömmliche Melissenpflanzen. In Marktforschungen wurde festgestellt, dass etwa 94% aller Deutschen die blau-weiße Packung mit dem ehemals preußischen Adler und den jetzigen drei Nonnen unter dem gotischen Spitzbogen kennen. So steht das Heilmittel auch heute noch in vielen deutschen Haushalten zur Linderung von allerlei Zipperlein. Wer kennt nicht den Ausspruch des Volksmundes: Wenn´s vorne drückt und hinten reißt, nimm Klosterfrau Melissengeist“. Es schafft Heilung bei Magendrücken, Herzbeschwerden, Gliederreißen, Migräne, Husten und sogar bei Schwermut, innerlich und auch äußerlich angewandt und auch zur Inhalation. (Quellen: Wikipedia, Unternehmen Klosterfrau-Gesundheitsservice, Die Tagespost) |
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![]() Die Fotos wurden uns freundlicherweise vom Klosterfrau Gesundheitsservice zur Verfügung gestellt ![]() Grabstein für Maria Clementine Martin auf dem Melaten-Friedhof in Köln Fotograf: Factumquintus |
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