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| Evangelische Kirche in Wiefels |
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| Wiefels Kirche
gehört seit 1947 zur Kirchengemeinde von Jever. Die Kirche steht auf
einer Warf
und ist um die Zeit der Reformation mit Backsteinen unter gotischem
Einfluss auf den Resten der alten Kirche wieder errichtet worden. Die vorherige romanische Kirche aus Granitquadern war verfallen. Diese alte Kirche stammte aus dem 13. Jahrhundert und ist nach dem Stader Copiar (einem Verzeichnis der dem Bistum Bremen zugeordneten Kirchspiele) bereits 1420 ganz verfallen gewesen. Von dem ehemaligen Granitmauerwerk sind nur noch Reste vorhanden. Die Kirche hat unterschiedliche Formen im Backsteinmauerwerk, die auf spätere Reparaturarbeiten hinweisen. Der Glockenturm der Kirche stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert. An der Nordwand hängt aus dem Jahr 1621 ein Altaraufsatz mit Szenen des Jüngsten Gerichtes und Bibelzitaten in niederdeutscher Sprache. Ebenfalls an der Nordwand befindet sich ein für das Mittelalter typischer Winkelbogen mit einer tiefen Öffnung. Darin steht die trapezförmige Grabplatte des im Jahr 1583 verstorbenen Pastors Sibrand Stelling. Eine Tafel mit den ehemaligen Pastoren der Gemeinde hängt an der Südwand. Bemerkenswert ist die qualitätsvoll geschnitzte Kanzel, die geschmückt ist mit Figuren der Evangelisten, korinthischen Säulen, Puttenköpfen und Löwenmasken. Die Kanzel wurde vom Junker Olerich von Warnsat im Jahr 1627 gestiftet. Seit dem Jahr 2008 hat die Kanzel auch wieder einen Schalldeckel. Dieser war zwischenzeitlich abhanden gekommen. Das achteckige Taufbecken aus dem Jahr 1663 ist originell mit Halbfiguren der Evangelisten in einem Medaillonrahmen bemalt. Der Schaft vom Becken ist kugelförmig und ruht auf vier Fußkonsolen mit aufgesetzten volutenartigen Stützen. Die klassizistische Orgel stammt aus dem Jahr 1870. Seit 2010 hat die Kirche einen Opferstock. Die Idee und Skizzen und Pläne stammen aus dem Jahr 1948, wurden aber aus unbekannten Gründen nicht weiter verfolgt. Jetzt wurde diese Idee wieder entdeckt und der Wiefelser Beirat beschloss mit Hilfe von Spendern die Realisierung. Bemerkenswert ist die Haltung von Wiefels in der nationalsozialistischen Zeit. Das Wangerland und so auch Wiefels haben sich schon früh für die NSDAP entschieden. Als jedoch der eigene, im damaligen historischen evangelischen Kirchenkampf stehende Pastor Lübben von der Partei vertrieben werden sollte, regte sich erheblicher Widerstand und die Bewohner hielten zu ihrem Prediger. Ein Gedenken und Erinnern (siehe Dissertation von Alfred Fleßner) fand im Jahr 1992 statt. Wiefelser Kirche ohne Namen: Die Kirche hat, entgegen der seinerzeit üblichen Tradition, keinen Namen. Es wird immer von der evangelischen Kirche Wiefels gesprochen. Eine Erklärung dazu hat uns der zuständige Pastor der Kirche in Wiefels gegeben. Im Mittelalter lag die Kirche für längere Zeit darnieder - siehe oben - und so ist der Name des Patronats in Vergessenheit geraten. Das Patronat (Schutzheiliger) der Kirche ist eine Schirmherrschaft einer Persönlichkeit, im Allgemeinen mit Land- oder Grundbesitz, auf dessen Gebiet die Kirche steht. Nach dem Patronat wurde manchmal die Kirche benannt. Als die Wiefelser Kirche wieder aufgebaut wurde, es war die Zeit der Reformation, gab es in der evangelischen Kirche nicht mehr das Patronatswesen und somit hat die Kirche keinen Namen erhalten. Eingang
zum Friedhof und zur Kirche
![]() Kirche
und Friedhof
![]() Der Glockenturm
![]() Der Eingang zur Kirche mit einem Fisch als Türgriff ![]() Innenraum der Kirche mit Blick zum Altar - vorne halbrechts der neue Opferstock, rechts: der Altar ![]() links: Kirchenkanzel aus dem Jahr 1627 mit neuem Schalldeckel, rechts: das Taufbecken aus dem Jahr 1663 ![]() links: an der Nordwand ein Schriftaltar, bzw. Altaraufsatz, entstandem im Jahr 1621 mit Bibelzitaten in niederdeutscher Sprache rechts: die Tafel mit den Pastoren von Wiefels seit dem Jahr 1532 ![]() links: Grabplatte des im Jahr 1583 verstorbenen Pastors Sibrand Stelling, rechts: die Orgel auf der Empore |
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| externe
Links: (siehe Hinweis) Geschichtsatlas |
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