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Granat
ist in Friesland die Bezeichnung für die Nordseegarnele, im
Englischen als
Shrimps bezeichnet. Es sind
kleine Krabben, die von kleinen Kuttern mit Netzen vom Meeresgrund der
Nordsee weggefischt werden. Die Krabben werden noch auf dem Kutter mit
Salzwasser gekocht. Rosa und dampfend werden diese Krabben nach Anlegen
des Schiffes im Hafen direkt verkauft. So fangfrisch bekommen Sie
den frischesten Granat. Der Granat muss dann noch gepult werden. Pulen
bedeutet hierbei das Trennen der teilweise harten Schale vom Fleisch.
Früher fuhren Händler mit kleinen Fahrzeugen,
ähnlich
wie die Milchwagen,
durch
die Dörfer und Städte und preisten lauthals
„Granaat,
Granaat“ an. Mittlerweile gibt es den fertig gepulten Granat
in
speziellen Geschäften. Für das Pulen von Hand gibt es
auch
heute noch keinen wirklichen maschinellen Ersatz. Die Handarbeit (Artikel im
Hamburger Abendblatt) ist
sehr zeitaufwendig und erfordert ein besonderes Geschick. Entsprechend
teuer ist der fertig gepulte Granat.
![]() fangfrischer, gekochter Granat, rechts bereits gepult und in Öl eingelegt (Foto links: Ralf Roletschek - Foto rechts: Frank C. Müller) Nordseegarnelen gehören zu den Krustentieren der Art Crangon crangon und sind kleine langschwänzige und sandfarbene Zehnflußkrebse mit einer Länge von bis zu 8 cm. Sie haben kleine Scheren und lange Fühler und werden vielfach, wegen ihrer guten Anpassung an den Untergrund, übersehen. Die Beine im hinteren Bereich des Körpers sind zu Schwimmorganen ausgebildet. Der Kopf hat oft einen nach vorne gerichteten, langgestreckten Fortsatz, der auf der Oberseite eine harte Bedeckung, das sogenannte Rostrum hat. ![]() Nordseegarnele: Foto links: Hans Hillewaert - Foto rechts: Tomasz Sienicki Oft vergraben sie sich flach im Sand. Die Garnele nutzt das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit und begibt sich danach in das tiefere Wasser. Wenn die Flut kommt, begeben sie sich ins Watt und gehen mit der Ebbe zurück in die Priele. Diese Krabbe gilt sowohl als Räuber als auch als Beutetier als eine Schlüsselart im ökologischen Gleichgewicht des Wattenmeeres. Die Garnelenweibchen tragen ihre ersten Eier bäuchlings ab November mit sich herum und legen diese dann ab März ab. Im Sommer werden sie dann noch ein- oder zweimal begattet. In dieser Zeit dauert das Schlüpfen aus den Larven auch nur noch drei Wochen. Wenn die Temperaturen steigen, es wärmer wird und es günstige Strömungen, Winde und Zuflüsse aus Elbe, Weser und Ems gibt, vermehrt sich das Angebot an Plankton. Dadurch haben die Larven mehr zum Fressen und wachsen schneller. Nur in den beiden Monaten September und Oktober sind keine eiertragenden Weibchen vorzufinden. Bei Garnelen soll eine Geschlechtsumwandlung nicht ungewöhnlich sein. Die Wissenschaft hat auch heute noch große Probleme die Population schlüssig zu erklären. Neben den jagenden Fischern versorgen sich Vögel, Fische und junge Seehunde mit Garnelen. Die Fangquote der Fischer liegt jährlich bei 25.000 Tonnen, alleine in Deutschland sind es 10.000 Tonnen. Mittlerweile warnen die Fischereibiologen und sehen eine Bestandsgefährdung vor der deutschen, niederländischen und dänischen Küste. |
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| externe
Links: (siehe Hinweis) Schutzstation Wattenmeer Gepulte Garnelen - Artikel im Hamburger Abendblatt |
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