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Fasching oder Karneval ist ein altes Brauchtum und wird teilweise auch
als fünfte Jahreszeit, beginnend mit dem 11.11. eines Jahres
und
endend im Folgejahr am Aschermittwoch, bezeichnet. Es ist eine Zeit der
Freude, Ausgelassenheit und Fröhlichkeit. Auch in Friesland und Jever gibt es ein Brauchtum zur Fastnacht. Es wird heute allerdings nicht mehr überall und regelmäßig gepflegt. So werden Festumzüge, wie in den Karnevalhochburgen Düsseldorf, Mainz oder Köln, mit bunt geschmückten Wagen veranstaltet. Die Jecken übernehmen von den Stadtväter die Stadtschlüssel für die eigene Regentschaft. In einem Tanzsaal (in Jever ist es der Schützenhof) wird ausgelassen gefeiert und es werden ein Karnevalsprinz und eine -prinzessin gewählt. Am Sonntag vor dem Rosenmontag gibt es nachmittags mit einem umfangreichen Festprogramm den Kinderkarneval. Viele Kinder kommen in bunt geschmückten und ideenreich geschneiderten Kostümen zum Feiern. Das schönste Kostüm wird von einer Jury ausgelobt. Davon unabhängig gibt es das Brauchtum des Fastnachtslaufen am Fastnachtsdienstag. Die Handwerksgesellen gehen fröhlich singend und musizierend mit einem Akkordeon oder mit einer Teufelsgeige durch die Straßen, ziehen von Haus zu Haus, von Hof zu Hof und bekommen als Dankeschön für die Darbietung kleine Spenden. Ähnlich gehen Kinder von Haus zu Haus oder auch von Geschäft zu Geschäft und sagen kleine Verse oder Reime auf oder singen kleine Fastnachtslieder vor. Das Dankeschön besteht hauptsächlich aus Süßigkeiten, manchmal gibt es kleine Geldspenden. Früher wurde folgender Vers vorgetragen: Fastnacht, Fastnacht angefangen, Mooder hett noch ´n Mettwurst hangen, hett ook Höhner, swatt un witt, de di dusend Eier gifft (oder schitt). Heute heißt es: Bin ein armer König, gib mir nicht zu wenig, gib mir nicht zuviel mit dem Besenstiel oder auch: Bin ein armer Kater, habe keinen Vater, habe keine Mutter, gib mir etwas Futter. Heet Wecks Nur zur Fastenzeit gab es früher Heet Wecks. Das sind heiße Wecken, Weizenbrötchen mit Rosinen, Korinthen und Sukkade. Mittlerweile gibt es diese runden Brötchen auch zu anderen Zeiten und auch in Varianten ohne Sukkade oder Korinthen und dafür mit Kardamom. Hier ein Rezept für 12 Stück: 500 g Mehl 1 x Hefe 50g Zucker 250 ml lauwarme Milch 100g Butter 100g Korinthen 1 Prise Salz und Zimt 1 Prise Kardamom Das Mehl mit der Hefe, dem Zucker, dem Salz, dem Zimt, dem Kardamom und der Zitronenschale mischen und dann Milch, Butter und Ei zugeben. Nun den Teig kneten, bis er glatt und glänzend ist und nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Die Korinthen mit heißem Wasser waschen, abtrocknen und dann unter den Teig mischen. Den Hefeteig mit etwas Mehl bestreuen und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen; das Teigvolumen vergrößert sich. Zum Schluss den Teig erneut kneten und zu einer Rolle formen. Diese Rolle in 12 gleiche Stücke schneiden und Brötchen daraus formen. Die Brötchen auf ein gefettetes Backblech oder auf Backpapier legen und zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen. Der Backofen kann jetzt auf ca. 200°C vorgeheizt werden. Die Brötchen jetzt mit etwas Milch bestreichen und im Backofen auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten goldbraun backen. Die Brötchen sind jetzt fertig und können zum Beispiel als Frühstücksbrötchen mit Butter, Honig oder Marmelade verspeist werden. Guten Appetit ! |
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