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| Besenwerfen |
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| Das
Besenwerfen (auf Plattdeutsch: Bessensmieten) ist ein alter Brauch im
Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland, besonders in Ostfriesland
und eben in Friesland. Das Besenwerfen ist eine Tradition, die heute im
sportlich freundschaftlichen Wettkampf statt findet, wobei das Pflegen
der Gemeinschaft und das Beisammensein im Vordergrund
stehen. Der Brauch stammt aus einer alten Zeit, als die
Landwirte der besagten Gegend nach getaner Arbeit sich einen
Reisigbesen gebunden haben, einen Stiel daran befestigten und damit
dann den Hof und die Tenne säuberten. Nach der
Säuberung wurde der Stiel demontiert, der Besen neu gebunden
und dem nächsten Landwirt zur weiteren Nutzung auf seinen Hof
geworfen. Der Besen wurde reihum geworfen und kam zum Schluss auf einen
zentral gelegenen Haufen, auf dem auch andere Gruppen von Landwirte
ihren Besen warfen. Zum Zeichen der guten Ernte wurde dieser
Haufen angezündet für ein Feuer, an dem sich
dann alle Landwirte mit ihrem Gesinde für eine
Erntedankfest setzten. Heute wird meistens am Rosenmontag das traditionelle Besenwerfen durchgeführt. Aus Vereinen, ArbeitskollegInnen oder anderen Gemeinschaften bilden sich Gruppen, die gegeneinander das Besenwerfen ausüben. Ähnlich wie beim Boßeln wird derjenige Sieger, der die abgesteckte Strecke mit den wenigsten Würfen beendet. Es werden kleine Pausen eingelegt, um dem Beisammensein bei etwas Schnaps zu frönen. Nach dem Wettkampf erfolgt in einem nahen Lokal ein gemütliches Beisammensein bei Bier, Schnaps und gutem Essen und zum Schluss werden die Besen vor die Lokaltür geschmissen und es wird dann auch Karneval gefeiert. ![]() Besenwerfen
in Moorwarfen: Bürgerverein Jever gegen den Moorwarfer
Boßelverein "Lat em loopen", jeweils im Februar 1985 und 1986
siehe auch Butenjeveraner |
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| externe Links: (siehe Hinweis) Besenwerfen in Wiefels (siehe unter Fotoalbum und dann nach unten scrollen zu "Mit einem Klick zu den Fotoseiten") Boßeln |
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