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| Peter Alexander |
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Nun, was hat Peter
Alexander mit Friesland zu tun. Ehrlich gesagt nicht viel. Es gibt jedoch einen
kleinen Zeitabschnitt in der Zeit zum Ende und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg
über Peter Alexander in Friesland. In seiner Biografie "Das Leben ist
lebenswert" von Claudio Honsal wird in dem Kapitel: Kriegslist und
Entertainment darüber berichtet. Und es gab und gibt noch Menschen, die in der
Zeit persönliche Erlebnisse mit ihm hatten. Der 20-jährige Peter Neumayer hat sich 1944, so wie er sagt, aufgrund seines Sternzeichens Krebs und der dadurch bedingten natürlichen Affinität zu Wasser freiwillig zur Marine gemeldet. Ein preußischer Kriegsveteran gab ihm den Tipp um Zeit zu schinden und der anstehenden Einberufung zuvor zu kommen. Über Kiel kam Peter Neumayer nach Ostfriesland, dann ging es nach Kopenhagen und von dort zurück nach Ostfriesland. Er begann, wie schon vorher beim Reichsarbeitsdienst in Breslau, sich einen guten Namen als Unterhalter der Kompanie zu machen. Das Kriegsende erlebte Peter im Fronteinsatz. Die Briten rückten mit ihren Panzern vor, Peter konnte gut englisch sprechen und begann mit ersten Verhandlungen. Verhandelt brauchte aber nicht mehr viel zu werden, da bereits das Kriegsende erklärt wurde. Die erste Zeit lebte er in der britischen Krieggefangenschaft in Aurich. Über verschiedene Stationen wurde er nahe von Jever, im Wangerland, interniert. Wegen zusätzlicher Vergünstigungen und wohl auch um dem Alltag im Lager zu entkommen, hat der Peter aus Wien sich die Zeit auch hier mit künstlerischen Anwandlungen vertrieben. Im britischen Offiziersclub in Wilhelmshaven begann Silvester 1945/46 die Karriere von Peter Alexander. Dort hatte er seinen ersten, allerdings nichtöffentlichen, Auftritt. Für zweihundert Zigaretten wurde er zum Barpianisten. Die anderen mitwirkenden hochmusikalischen Kollegen hatten so ihre Probleme mit ihm, konnte er gerade einmal im schlichtesten C-Dur spielen. Letztendlich tat das dem Musizieren keinen Abbruch. Peter Neumayer war seit der Kindheit an Musik, an Jazz-Musik, englischen Lieder und Schlagern interessiert und fand hier bei den Briten seine ersten Anhänger. Im Kriegsgefangenenlager in Jever traf er, als einen weiteren Wink des Schicksals, auf den Landsmann und ehemaligen Intendanten des Klagenfurter Stadttheaters, Gustav Barthelmus. Der war ebenfalls dort interniert und damit beschäftigt, den Jedermann von Hugo von Hofmannsthal zu inszenieren. So kam Peter zu seinem ersten Auftritt als Schauspieler, in der Rolle des Mammon. Die Aufführung sollte in der St. Sixtus und St. Sinicius Kirche in Hohenkirchen stattfinden. Dort fiel jedoch die Heizung aus und das Stück wurde in Rahrdum (Ceverns - siehe 6. Absatz vom Artikel), in der vielen älteren Friesen und Jeveranern noch unvergesslichen Kraft- durch-Freude-Unterhaltungshalle, der späteren Standortverwaltung, aufgeführt. Im Volksmund hatte diese Halle wegen deren Bauweise den Spitznamen „Holzpalast“. Viele aus der Zivilbevölkerung waren gekommen und zeigten sich begeistert. Zwei weitere Aufführungen sollen in der Tettenser St. Martinkirche am 14. und 15 September 1945 erfolgt sein. Der Eintritt kostete zwischen 1 und 3 Reichsmark. Diese Veranstaltung soll ein großer Erfolg gewesen sein. Als weitere Aufführung folgte die Operette das „Dreimäderlhaus“ von Franz Schubert und Heinrich Bertè, in der Peter die Rolle des Baron Schober spielte. In ihm keimte der aus der Kindheit bekannte Gedanke erneut auf, Schauspieler zu werden. Er mimte jedoch erst einmal im Lager den Todkranken und bekam so seine Entlassungspapiere für ein Zurück in sein geliebtes Wien. Nur kurze Zeit entsprach er dem Vaterwillen und fing ein Medizinstudium an. Dann, im Jahr 1946 begann er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien sich als Schauspieler ausbilden zu lassen. Später nannte sich Peter Neumayer dann Peter Alexander und bekam 1951 seinen ersten Schallplattenvertrag. Es gab und es gibt noch einige Personen in Friesland, die sich an Peter Neumayer, dem späteren Peter Alexander erinnern können. Eine verbriefte Erinnerung ist die von Gerda Preißler. Die bereits verstorbene Kirchenhelferin und als gute Seele für Bedürftige bekannte Gerda Preißler aus Hohenkirchen schildert in ihrem veröffentlichten Tagebuch aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren diesen Peter Neumayer. Der Peter habe stets verhungert ausgesehen und so habe sie ihn einige Male mit einer Pfanne Bratkartoffeln verwöhnen können. (Quellen: Wegweiser durch die St. Martinskirche zu Tettens von Angelika Eikermann, Jeversches Wochenblatt vom 30.12.2006 und „Das Leben ist lebenswert“, Biografie von Claudio Honsa) externe Links:(siehe Hinweis) Peter Alexander Fan-Club Peter Alexander bei Wikipedia Biografie |
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